Weg von fossiler Energie, hin zu regionaler Biomasse: Berglandmilch hat am Standort Voitsberg ein neues Biomasseheizwerk offiziell eröffnet. Die Anlage liefert sechs Megawatt Prozesswärme und stärkt mit Waldhackgut aus der Region zugleich Versorgungssicherheit und Wertschöpfung.
Ein weiterer Schritt beim Ausstieg aus fossilen Energieträgern ist gesetzt: Berglandmilch hat am Standort Voitsberg ihr neues Biomasseheizwerk offiziell eröffnet. Die Anlage ist bereits seit August 2025 in Betrieb und versorgt die Produktion mit der notwendigen Prozesswärme. Mit einer Leistung von sechs Megawatt bildet sie einen wichtigen Baustein der Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens.
Zur feierlichen Eröffnung am 14. März kamen zahlreiche Milchbäuerinnen und Milchbauern, Funktionär:innen, Mitarbeiter:innen und Ehrengäste. Berglandmilch-Obmann Stefan Lindner verwies dabei auf die Bedeutung von regionaler Wertschöpfung und nachhaltiger Energieversorgung für das genossenschaftliche Unternehmen.
Energie aus der Region für die Region
Befeuert wird das Heizwerk mit regionalem Waldhackgut. Rund 150 Schüttraummeter werden täglich benötigt. Damit reduziert Berglandmilch nicht nur ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, sondern hält einen Teil der Wertschöpfung bei den Forstwirt:innen in der Region.
Für Steirermilch-Obmann Johann Loibner ist damit auch ein Beitrag zur Versorgungssicherheit verbunden. Bereits während der Corona-Pandemie sei die Absicherung der Lebensmittelproduktion in Krisenzeiten verstärkt in den Fokus gerückt. Durch das neue Heizwerk werde der Standort nun ein weiteres Stück unabhängiger von fossilen Energieträgern.
Schritt einer langfristigen Strategie
Der Umstieg ist Teil einer längerfristigen Unternehmensstrategie. Berglandmilch betreibt bereits seit Jahren ein Biomasseheizwerk am Standort Wörgl in Tirol. 2020 fiel die Entscheidung, weitere Werke von Erdgas auf Biomasse umzustellen. In Voitsberg erfolgte der Baustart im Dezember 2024, seit August 2025 ist die Anlage in Betrieb.
Mit dem neuen Biomasseheizwerk verbindet Berglandmilch damit mehrere Ziele: weniger fossile Energie, höhere Versorgungssicherheit und zusätzliche Wertschöpfung in der Region.

