Mehr als 100.000 Einsatzstunden leisteten Betriebshilfekräfte für bäuerliche Familien in Krisensituationen. Der Maschinenring Steiermark als Koordinator und zentrale Anlaufstelle der Sozialen Betriebshilfe betonte einmal mehr die Bedeutung dieses wichtigen Unterstützungsinstruments.
Die Soziale Betriebshilfe und der Zivildienst in der Landwirtschaft haben auch im Jahr 2025 eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig ein starkes Netzwerk in herausfordernden Zeiten ist. Der Maschinenring Steiermark fungiert dabei als zentrale Abwicklungsstelle der Sozialen Betriebshilfe und koordiniert die Einsätze in enger Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark, der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) sowie den regionalen Maschinenringen. Wenn Krankheit, Unfall oder andere unvorhersehbare Ereignisse den Arbeitsalltag am Hof plötzlich unmöglich machen, braucht es rasche, professionelle und unbürokratische Unterstützung.
Zeichen der Solidarität im ländlichen Raum
Der aktuelle Jahresbericht 2025 des Kuratoriums für Betriebshilfe in der Steiermark belegt einmal mehr die enorme Bedeutung dieser Einrichtungen für die bäuerlichen Familien im Land. Die Einsätze werden maßgeblich durch Förderungen des Landes Steiermark und der SVS getragen – damit bleibt die Unterstützung im Anlassfall für Betriebe leistbar. Landesrätin Simone Schmiedtbauer dazu: „Die Soziale Betriebshilfe ist ein klares Zeichen der Solidarität im ländlichen Raum und eine spürbare Entlastung für unsere Bäuerinnen und Bauern. In schwierigen Zeiten steht rasch und unkompliziert Unterstützung bereit. Ich danke dem Maschinenring für die verlässliche Zusammenarbeit im Sinne unserer heimischen Familienbetriebe.“ Maschinenring-Landesobmann Sepp Wumbauer ergänzt: „Wenn Betriebe unerwartet in eine Krise geraten, zeigt sich, wie wertvoll Zusammenhalt ist. Mit der Sozialen Betriebshilfe und dem landwirtschaftlichen Zivildienst übernehmen wir Verantwortung und schaffen Sicherheit für unsere bäuerlichen Familien. Mein besonderer Dank gilt dem Land Steiermark und der SVS für das Vertrauen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit.“
Krisenhilfe mit Wirkung
Im Zeitraum von 1. Jänner bis 31. Dezember 2025 wurden 451 Einsätze in der Sozialen Betriebshilfe berücksichtigt, darunter 76 Rehabilitationsfälle. Insgesamt leisteten die 387 Betriebshilfekräfte über 100.000 Stunden – dies entspricht 56 Vollzeitäquivalenten. Hinter diesen Zahlen stehen 451 Betriebe und Familien, die sich in schwierigen Situationen befanden und auf Unterstützung angewiesen waren. Die häufigsten Gründe für einen Einsatz waren Krankheit, Unfall inklusive Verdacht auf Arbeitsunfähigkeit, Rehabilitation sowie Kur- und Erholungsaufenthalte.
