Mitglieder
OM: Klare Mehrheit für Einbringung in die Berglandmilch
23.10.2026

Mit überwältigender Mehrheit haben die Mitglieder der Obersteirischen Molkerei (OM) Mitte September bei einer außerordentlichen Generalversammlung für die Einbringung des Molkereibetriebes der Milchverwertungsgenossenschaft in die Berglandmilch gestimmt.

Nach intensiven und teils emotional geführten Diskussionen im Vorfeld wurde die außerordentliche Generalversammlung der Obersteirischen Molkerei am 15. September in Kobenz mit Spannung erwartet. Im Mittelpunkt stand die von den Genossenschaftsgremien vorgeschlagene Einbringung des Molkereibetriebes in die Berglandmilch. Diese ist mit einem Umsatz von zuletzt über 1,3 Milliarden Euro und rund 8.000 Milchlieferanten die mit Abstand größte Molkerei Österreichs.

Breite Zustimmung

Letztlich konnte Obmann Jakob Karner eine Zustimmung von 92 Prozent der Mitglieder für diesen bedeutenden Schritt verkünden. Die Einbringung umfasst die für ihre Hartkäseprodukte bekannten Standorte in Knittelfeld und Spielberg. Der in die Jahre gekommene Molkereibetrieb in Kapfenberg wird hingegen nur angemietet. Teil der Vereinbarung ist zudem die Übernahme sämtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die bestehenden Hofabholungen bei den Milchlieferanten bleiben erhalten.

Nun prüfen die Bundeswettbewerbsbehörde und das Kartellamt die geplante Transaktion. Eine Entscheidung wird noch im heurigen Jahr erwartet. Sollten die Wettbewerbshüter grünes Licht erteilen, wird Österreichs größte Molkerei künftig einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro erreichen. Die zuständigen Gremien der Berglandmilch haben der Einbringung bereits zugestimmt.

 

Eigenständigkeit als Genossenschaft gesichert

Besonders erfreulich ist für Karner, dass die Obersteirische Molkerei mit diesem Schritt als eigenständige Genossenschaft bestehen bleibt und die Molkerei weiterhin in Bauernhand geführt wird. Von der Transaktion gänzlich unberührt bleiben sämtliche Tochterbetriebe der OM, darunter das Landforst-Lagerhaus und der Forsttechnikspezialist Öforst. Beide Unternehmen sind von hoher regionaler Bedeutung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung des ländlichen Raumes.

Mit der Einbringung sollen Synergien in den Bereichen Milchsammlung, Logistik, Verwaltung, Produktion sowie Produktentwicklung und Produktportfolio genutzt werden. Gleichzeitig sollen die Marktposition gestärkt und der Zugang zu neuen Märkten erleichtert werden. Sämtliche Maßnahmen zielen letztlich darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit beim Milchpreis im Sinne der Milchlieferanten langfristig zu sichern. Darüber hinaus soll die hohe Kompetenz der OM im Hartkäsesegment samt der bestehenden Infrastruktur in die Berglandmilch eingebracht und die erfolgreiche Bio- und Heumilchschiene fortgeführt werden.

Internationale Auszeichnungen unterstreichen Produktqualität

Dass die Obersteirische Molkerei auch bei der Produktqualität international Maßstäbe setzt, die künftig in die Berglandmilch einfließen werden, zeigen die Erfolge beim jüngsten World Cheese Awards in Bern. Im Wettbewerb mit mehr als 5.200 Käsesorten aus über 50 Ländern holte die OM insgesamt 14 Medaillen, darunter einmal „Super Gold“, dreimal Gold, sechsmal Silber und viermal Bronze. Die höchste Auszeichnung erhielt der „Weinkäse“, während der „Bio Jausenkäse“, der „Kronprinz Rudolf“ und der „Bio Erzherzog Johann“ jeweils mit Gold prämiert wurden.

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