Ein historisch hoher Milchpreis und stark gestiegene Anlieferungsmengen prägten das Geschäftsjahr 2025 der Obersteirischen Molkerei (OM). Bei der Generalversammlung Mitte Mai in Kobenz durften sich die Verantwortlichen über einen Jahresumsatz von 392 Millionen Euro freuen.
Das abgelaufene Geschäftsjahr der Obersteirischen Molkerei wurde geprägt von einem historisch hohen Milchpreis von durchschnittlich 54 Cent sowie stark gesteigerte Anliefermengen, berichteten Obmann Jakob Karner und Geschäftsführer Michael Riegler bei der Generalversammlung der Obersteirischen Molkerei in der Freizeithalle Zechner in Kobenz am 13. Mai. „Aufgrund des Überangebots in Europa kam es im letzten Quartal zu einem drastischen Preisverfall“, führte Riegler aus. Derzeit zählt die Genossenschaft zählt rund 2.800 Mitglieder, davon sind 1.166 Milchlieferanten. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 188 Millionen Kilo Milch aus dem Mur- und Mürztal an die Molkerei geliefert. Dies entspricht einer durchschnittlichen Anlieferungsmenge pro Betrieb von 161.000 Kilo Milch.
Erheblicher Anstieg bei der Milchanlieferung
Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen konnte gemeinsam mit den Tochterunternehmen Landforst, Öforst und Steyr Center Murtal ein Umsatzvolumen von mehr als 392 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Aufgrund des außergewöhnlich hohen Milchpreises im Sommer 2025 kam es zu einer erheblichen Produktionssteigerung. Die Milchanlieferung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent, zum Jahresende sogar um 9,8 Prozent. Dies stellte die Obersteirische Molkerei vor große Herausforderungen, da die Überproduktion den gesamten europäischen Markt betraf.
Exportschlager Käse
Dadurch standen die hochwertigen Produkte der Genossenschaft im direkten Wettbewerb mit europäischen Konzernen, die Rohmilch zu deutlich niedrigeren Erzeugermilchpreisen übernahmen. Dank zahlreicher internationaler Auszeichnungen sowie der erfolgreichen Positionierung in europäischen Nischenmärkten erfreuen sich die Käsespezialitäten im Export großer Beliebtheit. Die Exportquote liegt bei 54 Prozent. „Unsere Produkte bedienen in Deutschland und Italien, die selbst große Milchproduzenten sind, ein freiwilliges Bedürfnis, für das die Konsumenten höhere Preise zahlen“, macht Riegler klar. Um für die steigenden Milchanliefermengen gerüstet zu sein, wurde die Investition in eine fünfte Käsepresse vorgezogen. Dadurch können die Mehrmengen wertschöpfend veredelt werden.
Gute Ergebnisse motivieren und ermöglichen Investitionen
Vorausschauende Entscheidungen sowie konsequente Kostenreduktionen im gesamten Konzern trugen maßgeblich zu dem erfreulichen Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 bei und ermöglichen Investitionen in der Zukunft. Und zu motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wie der Geschäftsführer betonte. Im laufenden Jahr wird in den Umbau des Marktes in Neumarkt und in die Sanierung der Tankstelle in Scheifling investiert. Die Planungsarbeit für den Standort Murau soll heuer abgeschlossen und im Winter den Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden.



