Allgemeines
ÖRV schwört Genossenschaften auf Innovationen ein
25.02.2026

Bei der Informationstagung des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV) Mitte Jänner im Hotel Schloss Pichlarn im steirischen Ennstal wurden sektorübergreifend die Schwerpunkte für das kommende Jahr sektorübergreifend diskutiert. Die Tagung stand ganz im Zeichen von Innovation.

Genossenschaftlich organisiertes Wirtschaften ist bei Raiffeisen gelebtes Unternehmertum – in allen Sparten und auf allen Ebenen des Sektors. Die Unternehmen sind laufend gefordert, Produkte und Dienstleistungen an die Bedürfnisse der Regionen und ihrer Menschen anzupassen und dabei wirtschaftliche, rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen mitzudenken.

Innovation als langer Marsch

„Wir können unseren Wohlstand nur halten, wenn wir konsequent auf Innovation setzen“, betonte Hans Lercher, Leiter des Departments für Innovationsmanagement an der Fachhochschule Campus 02 in Graz, der mit seinem Impuls die zweitägige Tagung, an der rund 120 Spitzenfunktionärinnen und Spitzenfunktionäre aus ganz Österreich teilnahmen, eröffnete. Denn Innovation bedeute eine erfolgreich umgesetzte Idee, die Nutzen stifte und die Wettbewerbsfähigkeit stärke. Nicht zu reagieren auf ein verändertes Umfeld, sei meist fatal. Dennoch sei Innovation „ein langer Marsch und kein Sprint“, weiß Lercher aus seiner Beratungspraxis. Entscheidend seien weniger Prozesse oder Strukturen als vielmehr die Menschen.

Orientierung und Vertrauen

Die Zeit, in der Raiffeisen heute agiert, unterscheide sich grundlegend von früheren Jahren, hielt Generalanwalt Erwin Hameseder fest. Umso wichtiger sei es, Menschen in Zeiten volatiler Rahmenbedingungen und komplexer Herausforderungen mitzunehmen, sie zu fördern und zu fordern. Führung bedeute heute vor allem, Orientierung zu geben und Vertrauen zu schaffen. Souveränität und Vertrauen seien dabei Kernwerte, die Kundinnen und Kunden unmittelbar mit der Marke Raiffeisen verbinden. Neue Wege zu gehen, bedeute auch, bestehende Strukturen regelmäßig zu hinterfragen – sowohl in der Raiffeisen Bankengruppe als auch in der Warenorganisation, so der Generalanwalt. Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal des genossenschaftlichen Modells sei die enge Verbindung zwischen Unternehmen, Mitarbeitenden und Regionen. Vielfalt – beruflich wie auch in Bezug auf Geschlechter – sei Voraussetzung für gute und zukunftsweisende Entscheidungen.

Kräfte bündeln

ÖRV-Generalsekretär Johannes Rehulka skizzierte neue Wege für Raiffeisen unter den Leitbegriffen „Zusammenrücken, Verantwortung und Glaubwürdigkeit“. Angesichts der Geschwindigkeit von Innovationen sei es notwendig, Kräfte zu bündeln – insbesondere in einem dezentralen Sektor. Nur so könnten Digitalisierung und Künstliche Intelligenz erfolgreich bewältigt werden. Auch beim Thema Jugend sieht Rehulka Handlungsbedarf: „Raiffeisen muss auch junge Menschen als Mitglieder und Kunden ansprechen.“ Soziales Engagement sei ein weiterer zentraler Bestandteil der Verantwortung von Raiffeisen, der bisher zu wenig sichtbar sei. Als dritten Schwerpunkt nannte Rehulka die Mitgliederförderung und -gewinnung. Diese seien ein wesentlicher Faktor für die Glaubwürdigkeit und Funktionsfähigkeit von Genossenschaften.

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