Ein Event zur Fortbildung sowie zum gegenseitigen Austausch im entspannten Rahmen nur für Geschäftsleiter steirischer Raiffeisenbanken sollte es sein: der 5. RV-Business Brunch am 11. Juni mit mehr als 60 Gästen, diesmal im Schloss Ottersbach in Großklein.
Wenn sich die steirischen Raiffeisenbank-Geschäftsleiter:innen zum RV-Business Brunch treffen, stehen Austausch, Networking und neue Perspektiven im Mittelpunkt. Besonders war das Ambiente heuer: das idyllische Schloss Ottersbach in Großklein. Zwischen kulinarischem Genuss und inspirierender Schlosskulisse bot der Business Brunch 2026 für die gut 60 Gäste den perfekten Rahmen für Dialog und neue Impulse - garniert von feinen Austropop-Klängen der Band „AHa aus der Steiermark".
Kritisches Hinterfragen wird immer wichtiger
Highlight des Vormittags war das Impulsreferat von KI- und Personalexpertin Monika Fuchs. Die Südsteirerin unterstrich mit ihrer Keynote zum Thema "Führen im Wandel - Change-Management als Erfolgsfaktor im Zeitalter von KI und Transformation" die revolutionäre Entwicklung seit der Einführung der Künstlichen Intelligenz - mit massiven Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Unterstützt wurde "Die Füchsin" in ihrem Vortrag von Avatar June, den sie selbst antrainiert hatte.
"Die Welt hat sich schon immer verändert. Nur die Geschwindigkeit ist jetzt viel höher", so die Meinung der Fachfrau. "Die KI ist die schnellste Entwicklungswelle der Geschichte der Arbeitswelt." Eine große Gefahr in der modernen Technik sieht Fuchs, dass sich der Unterschied zwischen Realität und einer Fake-Welt immer schwerer erkennen lasse und kritisches Hinterfragen immer weniger stattfinde. Für Führungskräfte sei es entscheidend zu erkennen, wo "die Reise hingehe", wie sich Prozesse dadurch verändern werden und Mitarbeitende dafür abzuholen seien.
Berufswelt steht vor massivem Wandel
"Die Berufswelt wird sich massiv verändern. Berufe mit Technologie-Hintergrund, aber auch Pflege-, Sozial- und Umweltjobs werden massiv wachsen, solche im adminstrativen Bereich werden stark zurückgehen." Schon jetzt gebe es das Angebot von virtuellen Mitarbeitenden am Markt, die man als Unternehmen leasen könne. Solche Assistenzsysteme würden auch sukzessive zunehmen, glaubt Fuchs. "Man wird diese Systeme in die Arbeitswelt integrieren müssen, aber gleichzeitig das Personal darauf vorbereiten und deren Ängste nehmen müssen. Wenn man sich als Arbeitgeber damit befasst, dann fallen die Ängste und die Menschen gehen mit."
Für Führungskräfte sei es in Zukunft entscheidend, nicht nur die Arbeitsprozesse neu zu gestalten sowie das Lernen zu ermöglichen, sondern vor allem nah bei den Menschen zu sein und ihnen Orientierung zu geben. "Menschenzentrierte Führung wird immer wichtiger. Erfolgreiche Führung verbindet technisches Verständnis mit menschlicher Kompetenz. Die KI verändert nicht nur die Werkzeuge, auch die Führung." Die Schlussbotschaft von Fuchs war deutlich. Es werde nie wieder eine Welt ohne Künstliche Intelligenz geben. Aber welche Rolle der Mensch darin spiele, entscheiden wir.