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RV-Fachexkursion: So geht nachhaltiges Bauen in der Praxis
17.04.2026

Die Fachexkursion „Nachhaltiges Bauen“ des Raiffeisenverbandes Steiermark am 4. März war kein klassischer Pflichttermin mit Powerpoint-Marathon, sondern ein dicht getakteter Reality-Check mit drei Stationen für alle, die sich mit Baukultur, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit ernsthaft auseinandersetzen.

Drei Stationen zum Thema "Ressourcennutzung & Wertschöpfung" in Verbindung hatten die Verantwortlichen des Raiffeisenverbandes Steiermark für ihre Fachexkursion zum Thema "Nachhaltiges Bauen" am 4. März auserkoren. Statt abstrakter Zielbilder stand bei der Auswahl der Stationen gebaute Praxis im Fokus – und die Frage, wie viel Nachhaltigkeit im Alltag tatsächlich funktioniert. Ein zentrales Thema war die Rolle regionaler Baustoffe. Holz als nachwachsender Rohstoff ist längst gesetzt, doch klar wurde auch: Wer nachhaltig bauen will, sollte früher und genauer entscheiden.

Ideen wachsen mit Holz

Erster Anlaufpunkt für die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war das Werk von Mayr Melnhof Holz in Leoben. Der steirische Traditionsbetrieb Mayr-Melnhof Holz ist eines der größten und führenden Unternehmen der Holzindustrie in Europa, Marktführer im Segment Brettschichtholz sowie eine treibende Kraft im Vormarsch von Brettsperrholz, dem Zukunftsbaustoff und Zukunftswerkstoff. Unter dem Motto „Wo Ideen wachsen können“ wird dort seit mehr als 170 Jahren der wertvolle Rohstoff Holz zu zeitlosen und modernen Holzprodukten veredelt.

Um die Interessierten in die Vorteile und Stärken des Baustoffes Holz einzuführen, nahmen sich CEO Richard Stralz und sein Team ausführlich Zeit. Höhepunkt des zweistündigen Aufenthaltes war die Besichtigung des weltweit einzigartigen Brettsperrholzwerkes samt 35 Meter hohem Hochregallager. In der vor knapp drei Jahren errichteten Anlage werden im Vollbetrieb bei höchster Geschwindigkeit pro Jahr 140.000 Kubikmeter Brettsperrholz gefertigt.

Auch die Gastro setzt auf Nachhaltigkeit

Zweites Teilzeit der halbtägigen Exkursion war die im Jahr 2020 fertiggestellte Lagerhalle der Gastronomie-Unternehmensgruppe Grossauer in Übelbach. 2019 entschied sich daher die Grossauer Holding aufgrund ihres ständig steigenden Bedarfs an Abstell- und Lagerflächen, die bis dorthin verstreuten Lagerstandorte aufzulassen und eine neue, zentrale Lagerhalle für alle Betriebe an einem Standort mit guter Verkehrsanbindung nördlich von Graz zu errichten.

Gebaut wurde das neue energieautarke Lagergebäude in Holzkonstruktion U-förmig mit unterschiedlich großen Hallen um einen großen, gedeckten Innenbereich herum. Die Grundgedanken dazu erläuterte vor Ort Architekt Georg Moosbrugger. Auf die besonderen Herausforderungen beim Bau und bei der Auswahl der Materialien führte die vielen Interessierten der Chef des ausführenden Unternehmens Kulmer Holz-Leimbau, Gernot Kulmer, hin.

Holzbau, Regionalität und moderne Formensprache im Einklang

Harmonisch im Sinne nachhaltiger Architektur verschmelzen seit geraumer Zeit der Altbestand sowie der Zubau des Steiermarkhofes in Graz-Wetzelsdorf. Dort hat die Landwirtschaftskammer Steiermark im Jahr 2017 mit einem großen Umbau den völligen Neustart des Tagungsstandortes gewagt, welcher mit der Eröffnung des Hotelbaus 2024 abgeschlossen wurde. Seither bringt dieser Holzbau, Regionalität und moderne Formensprache in Einklang.

Die Philosophie des Hauses Steiermarkhof sowie die Rahmenbedingungen des Umbaus brachte Hausleiter Dieter Frei allen näher. Durch die aktuelle Ausstellung in der frei zugänglichen Hofgalerie mit Exponaten heimischer Künstlerinnen unter dem Titel "Kraft der Weiblichkeit" führte Kunstexperte Johann Baumgartner. Vor dem abschließenden gemütlichen Ausklang gewährte Hoteldirektorin Svetlana Schaffler noch einen Einblick in die Hotelzimmer, welche nach den elf steirischen Regionen gestaltet sind und absolutes Wohlfühlambiente bieten.

// Fachexkursion Nachhaltiges Bauen

 

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