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Raiffeisen und BeeWild: Gemeinsam für mehr Biodiversität
06.10.2026

Wie viel Nahrung finden Bienen und andere Bestäuber tatsächlich in Österreichs Agrarlandschaften? Erste Ergebnisse der von der Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark unterstützten BeeWild-Study zeigen deutliche Defizite – und zugleich, welchen Unterschied gezielte Bienenweiden machen können.

Grüne Felder bedeuten nicht automatisch einen reich gedeckten Tisch für Insekten. Genau das zeigen erste Zwischenergebnisse der mehrjährigen BeeWild-Study „Feeding Biodiversity“. Das Forschungsteam untersucht an zwölf Standorten in der Steiermark und Niederösterreich, wie groß das tatsächliche Nahrungsangebot für Bestäuber ist. Neben der Zahl der Blüten werden dabei auch Nektar- und Pollenmengen sowie die tatsächlichen Blütenbesucher erfasst.

Die ersten Erkenntnisse wurden im Frühjahr im Botanischen Garten Graz vorgestellt. Sie machen deutlich, dass Österreichs Agrarlandschaften Bestäubern über weite Teile des Jahres zu wenig Nahrung bieten. Studienleiterin Kathrin Grobbauer bringt die Problematik auf den Punkt: „Unsere Felder wirken grün und produktiv. Für Insekten sind sie aber oft eine Nahrungswüste.“

Bis zu 2.000-mal mehr Blütenstände

Besonders deutlich werden die Unterschiede beim Vergleich mit eigens angelegten BeeWild-Bienenweiden. Dort wurden durchschnittlich 37-mal mehr Blüten als auf vergleichbaren Ackerflächen festgestellt. Zu Spitzenzeiten lag die Zahl der Blütenstände sogar um das bis zu 2.000-Fache höher.

Für BeeWild geht es dabei nicht darum, Landwirtschaft und Biodiversität als Gegensätze zu betrachten. Vielmehr sollen gemeinsam mit Landwirt:innen praxistaugliche Lösungen entwickelt werden. BeeWild-Initiator Manfred Hohensinner bezeichnet Biodiversität als Teil der Ernährungsinfrastruktur und sieht die Landwirtschaft als entscheidenden Teil der Lösung.

Raiffeisen unterstützt wissenschaftliche Grundlagen

Unterstützt wird die BeeWild-Studie von der Raiffeisen-Landesbank Steiermark. Damit setzt Raiffeisen auf einen Ansatz, der landwirtschaftliche Praxis, wissenschaftliche Erkenntnisse und wirtschaftliche Rahmenbedingungen miteinander verbindet.

„Für neue Modelle braucht es wissenschaftliche Grundlagen. Entscheidend ist, Biodiversität gemeinsam mit der Landwirtschaft in der Praxis zu verankern und ökologische Leistungen auch entsprechend abzugelten“, betont RLB-Vorstandsdirektorin Ariane Pfleger. Die ersten Ergebnisse liefern dafür eine fundierte Grundlage. Ziel ist es, aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen gemeinsam mit der Landwirtschaft Lösungen zu entwickeln, die Biodiversität dauerhaft in die landwirtschaftliche Praxis integrieren und zugleich die Leistungen der Landwirt:innen berücksichtigen.

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Raiffeisenverband Steiermark
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