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Starke Wurzeln in der Region Liezen mit Blick darüber hinaus
24.06.2026

Globale Entwicklungen und regionale Impulse stellte die Raiffeisenbank Region Liezen in den Mittelpunkt ihrer bestens besuchten Generalversammlung Mitte Mai. Ex-ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz und RBI-Vorstand Hannes Mösenbacher warfen dabei einen Blick auf den Brennpunkt Ukraine.

Rund 170 interessierte Besucher:innen folgten am 13. Mai der Einladung der Raiffeisenbank Region Liezen zur 133. Generalversammlung im Kulturhaus Liezen unter dem Motto „Regional verwurzelt. Global informiert.“ Moderiert wurde die jährliche Mitgliederversammlung von Sandra Suppan vom ORF Steiermark.

„Jeder zweite volljährige Einwohner im Gebiet ist Mitglied der Genossenschaft“, analysierte Geschäftsleiter Manfred Kirchsteiger in seinem Bericht über das regionale Wirken der Raiffeisenbank. In Summe betreuen 64 Mitarbeitende bei einem Gesamtkundengeschäftsvolumen von einer Milliarde Euro über 22.000 Kunden in der Region Liezen-Gesäuse-Paltental, führte Geschäftsleiter Manuel Laiminger aus. Das Betriebsergebnis in der Höhe von 10,8 Millionen Euro sei sehr zufriedenstellend, sagte Geschäftsleiter Karl-Hans Mayr. Mit einem Eigenkapitalanteil von über 40 Prozent liegt man bundesweit im Spitzenfeld.

Besonderer Programmpunkt im Rahmen der Präsentationen war die Premiere eines gemeinsam mit der BHAK Liezen realisierten Kurzfilms zur Schüler:innengenossenschaft "Ideenfabrik" an der Schule, die seit der Gründung im Vorjahr von der Raiffeisenbank als Partnergenossenschaft unterstütz wird.

Schlüsselrolle der Ukraine

Als Gastreferent ordnete Journalist Christian Wehrschütz geopolitische Vorgänge ein und gab dem interessierten Publikum in unruhigen Zeiten Orientierung. „Wir haben nicht nur multiple Krisen, sondern auch multiple Heucheleien“, so das harte Urteil des ehemaligen ORF-Korrespondenten. Im Ukraine-Krieg sei man nicht in der Lage, eine einheitliche Position für Frieden zu finden. „Wir finanzieren weiter, finden aber keine Lösung“, so Wehrschütz. Als weitere Schwäche Europas kritisierte er die Sicherheitspolitik, die allein auf den „amerikanischen Schutzschirm“ baue. Eine Schlüsselrolle nehme die Ukraine in der Entwicklung von Drohnen ein. „Dort zählen sie zu den besten der Welt. Von der Idee bis zur Entwicklung vergehen nur zwei Monate“, berichtet Wehrschütz. Einen zweiten wesentlichen Beitrag könne die Ukraine in Zukunft in der Ernährungssicherheit spielen. Der größte Hemmschuh des Landes sei neben der Auswanderungswelle die Korruption, so der gebürtige Grazer.

"Krisen bergen auch Chancen"

In einer abschließenden Podiumsdiskussion sprachen Raiffeisenbank-International-Vorstand Hannes Mösenbacher, die Vorstandsdirektorin der Raiffeisen-Landesbank Steiermark, Ariane Pfleger, sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der Raiffeisenbank Region Liezen, Franz Pichler, über die Auswirkungen auf die Region. Mösenbacher berichtete von den Folgen des Krieges auf die ukrainische Bevölkerung und die dort ansässigen Filialen des Konzerns. Innerhalb kürzester Zeit habe man den Betrieb auf Cloud basierte Lösungen umgestellt und sich so gegen russische Cyber-Angriffe abgesichert. „Die Ukraine verkörpert heute ein Bankensystem der Zukunft“, so Mösenbacher. Anstatt neue Finanzierungen zu untersagen, sei man die erste Bank gewesen, die den Agrarsektor mit Geldern versorgt habe. Das Fazit der Runde war, dass globale Krisen ein Umdenken und Anpassung auf allen Ebenen erfordern und – bei allem Leid – auch Chancen bergen. Mit den richtigen Impulsen gebe es stabile Zukunftsvisionen.

// GV RB Region Liezen 2026

 

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