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Steirische Hagelabwehr wird zum Partner der Klimaforschung
07.10.2026

Hightech aus der Steiermark trifft internationale Forschung: Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie untersucht die Steirische Hagelabwehrgenossenschaft die Vorgänge in Gewitterwolken. Im Fokus stehen dabei die in Birkfeld entwickelten Hagel-Generatoren.

Was genau passiert in einer Gewitterwolke, wenn Kondensationskeime auf Tropfen und Eiskristalle treffen? Viele dieser komplexen Vorgänge sind wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Antworten darauf soll ein gemeinsames Forschungsprojekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Steirischen Hagelabwehrgenossenschaft liefern.

Dafür wurde in Birkfeld ein Testgenerator eingerichtet, der jenem System entspricht, das auch an den Flugzeugen der Steirischen Hagelabwehrgenossenschaft eingesetzt wird. Die Generatoren wurden in den vergangenen Jahren auf eine besonders hohe Partikelzahl optimiert. Wissenschaftler:innen des KIT untersuchen nun Anzahl, Beschaffenheit und Verhalten der erzeugten Kondensationskeime. In weiterer Folge sollen die Prozesse auch in einer Wettersimulationskammer nachgestellt werden.

Steirisches Know-how trifft internationale Forschung

Die Zusammenarbeit bietet beiden Seiten neue Möglichkeiten. Für die Hagelabwehr sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu beitragen, Wirkung und Effizienz ihrer Arbeit weiter zu verbessern. Das international in der Klimaforschung tätige KIT wiederum kann Sensoren für Langzeitmessungen an den steirischen Hagelflugzeugen einsetzen und damit Daten unter realen Bedingungen gewinnen.

Die technische Entwicklung der Hagelabwehrgenossenschaft hat in der Steiermark eine lange Geschichte. Seit 2018 wurden die heute eingesetzten Generatoren gemeinsam mit Wissenschaft und Universitäten weiterentwickelt. Dabei wird Silberiodid in Gewitterzellen eingebracht, um die Bildung großer Hagelkörner zu verhindern. Die Technologie aus Birkfeld stößt mittlerweile auch international auf Interesse.

Fünf Hagelflieger über der Steiermark

Aktuell verfügt die Steirische Hagelabwehrgenossenschaft über fünf Flugzeuge, ein sechstes befindet sich laut den vorliegenden Informationen in Beschaffung. Jedes Flugzeug ist mit einem der rund 80.000 Euro teuren Generatoren ausgestattet. Ergänzt wird die technische Infrastruktur durch ein eigenes Wetterradar auf der Reicherhöhe bei Übelbach, das 2023 adaptiert wurde.

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